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Madeira

Streckensperrungen Madeira

4 gemeldete Sperrungen auf Madeira – mit voraussichtlichem Ende, dazu Streckenzustand und Gefahrenstellen.

Aktuell gesperrt

Strecke / StelleWas & warumBis wann
ER105 Boca da Encumeada – Bica da Cana / Rabaçal (Paul da Serra)Die Regionalstraße ER105 zwischen Boca da Encumeada und Bica da Cana ist seit Januar 2024 durchgehend gesperrt; Auslöser waren instabile Böschungen und Felsstürze, verschärft durch den Waldbrand vom August 2024. Die Regionale Zivilschutzbehörde nennt keinen Termin für eine Wiedereröffnung, die Câmara Municipal da Calheta leitet über VR1, VE3 und ER222 um.dauerhaft (gesperrt seit Januar 2024)
ER202 Poiso – Pico do AreeiroBei Schneefall in den Hochlagen sperrt die Regionalregierung Madeiras die ER202 zwischen Poiso und Pico do Areeiro, zusammen mit der Waldstraße zwischen Eira do Serrado und Pico do Areeiro. Belegt für die Schneelage vom 3. März 2026; ein fester Sperrzeitraum ist nicht festgelegt, die Sperrung erfolgt lagebedingt.bei Schnee und Eis, ohne festen Termin
ER218 Pico das Pedras – Achada do Teixeira (Auffahrt Pico Ruivo)Die Regionalregierung Madeiras sperrt bei Schneefall die ER218 zwischen Pico das Pedras und Achada do Teixeira, die Zufahrt zum Pico Ruivo; gleichzeitig wird die Verbindung von Malhadinha (Ponta do Sol) hinauf zum Paul da Serra dichtgemacht. Belegt für die Schneelage vom 3. März 2026, ohne festen Sperrzeitraum.bei Schnee und Eis, ohne festen Termin
Rali da Madeira: ER224, Estrada dos Cardais und Wertungsprüfungen bei Santo da Serra, Santana, Ribeiro Frio, Chão da Lagoa, Ponta do Sol und Ponta do PargoFür die jährliche Rallye (2026 die 67. Auflage vom 29. Juli bis 1. August) werden dutzende Straßen ganz oder teilweise gesperrt, unter anderem die ER224 und die Estrada dos Cardais. Über Freigaben entscheidet die Rennleitung (direcção da prova).jährlich Ende Juli / Anfang August, rund vier Tage

Stand: 30.07.2026 · Tagesaktuelle Lage vor der Tour über den Verkehrswarndienst prüfen.

Streckenlage

Kehren, Tunnel und Steilhang: Streckenzustand und Regeln auf Madeira

Drei Motorräder auf einer Küstenstraße unter grünen Felswänden Madeiras
Auf der Küstenstraße unter den Felswänden

Wer Madeira auf zwei Rädern erkundet, fährt keine klassische Alpenetappe und keine endlose Küstenmagistrale, sondern eine vulkanische Steilinsel von rund 57 Kilometern Länge, deren Straßen sich an Schluchten, Felswänden und Terrassen entlangschrauben. Auf so engem Raum gibt es kaum eine gerade Strecke. Stattdessen reiht sich Kehre an Kehre, Tunnel an Tunnel, Gefälle an Gefälle. Genau das macht den Reiz aus, verlangt aber Aufmerksamkeit und eine nüchterne Einschätzung des eigenen Fahrstils.

Die Bergstraßen im Inselinneren sind oft extrem steil und schmal. Rund um die Passhöhe Boca da Encumeada (rund 1007 Meter), die den feuchten Norden vom trockenen Süden trennt, sowie auf der Hochebene Paul da Serra (etwa 1500 Meter) liegt häufig Wolke, Nebel oder Nieselregen über der Fahrbahn, während es unten an der Küste sonnig sein kann. Dieser Wetterwechsel auf wenigen Kilometern Höhenunterschied ist die größte Tücke der Insel: unten trockenes Visier, oben Nebelwand und Nieselregen.

Nässe, Laub und enge Orte

In den schattigen Nordhängen und im Lorbeerwald trocknet die Fahrbahn langsam, feuchtes Laub und Algenbelag auf wenig befahrenen Bergsträßchen sind eine reale Rutschgefahr. Die Ortsdurchfahrten der gewachsenen Dörfer sind eng, unübersichtlich und steil, oft mit blinden Kehren und Gegenverkehr in Tunnelbreite. Früh bremsen und auf Sicht fahren sind hier die Grundlage, nicht die Ausnahme.

Verkehrsregeln in Portugal

Madeira gehört zu Portugal, es gelten die portugiesischen Verkehrsregeln. Die allgemeinen Tempolimits sind:

  • 50 km/h innerorts
  • 90 km/h auf Landstraßen außerorts
  • 100 km/h auf Schnellstraßen
  • 120 km/h auf Autobahnen

Auf Madeira sind diese Höchstwerte allerdings fast überall reine Theorie. Auf den kurvigen, steilen Bergstraßen kommt man kaum in die Nähe der Limits, und auch auf der Schnellstraße VR1 entlang der Südküste bestimmen Tunnel und Verkehr das Tempo. Wer hier mit Bergauf-Bergab-Rhythmus und Kurvenfluss fährt, ist ohnehin selten am Limit.

Die Promillegrenze liegt bei 0,5, für Fahranfänger in den ersten Jahren sowie für Berufsfahrer gilt die strengere Grenze von 0,2 Promille. Motorräder müssen ganzjährig mit Abblendlicht fahren. Helmpflicht ist selbstverständlich.

Eine gute Nachricht für die Reisekasse: Auf Madeira gibt es keine Maut und keine Vignette. Anders als auf dem portugiesischen Festland, wo ein elektronisches Mautsystem für Autobahnen existiert, sind die Schnellstraße VR1 und sämtliche Tunnel der Insel kostenlos. Man braucht also keine Mautbox und keinen Vignettenkleber.

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